„Meditation? Nääää. Gibt mir nix.“
Diesen Satz sagte mir kürzlich eine Freundin, als wir über Meditation und Entspannung gesprochen haben. Sie könne dabei zwar ruhig werden, erzählte sie mir, aber ihr fehle etwas. Zum Abschalten funktioniere für sie etwas ganz anderes viel besser: Puzzeln. Da musste Ich lachen, denn wenn du mir zur Entspannung ein 1.000-Teile-Puzzle vor die Nase stellst, besteht durchaus die Möglichkeit, dass du anschließend beobachten kannst, wie BEI MIR Stress entsteht. 😄
Trotzdem hat mir unser Gespräch so gut gefallen, dass ich es als Aufhänger für diesen Beitrag nehme. Ich würde wirklich gerne wissen: Was entspannt DICH eigentlich?
Wir sprechen häufig über Entspannung, als gäbe es dafür eine allgemeingültige Gebrauchsanweisung. Meditieren. Atemübungen. Yoga. Spazierengehen. Musik hören. Wir Menschen sind so unterschiedlich und was den einen wunderbar runterfahren lässt, macht den nächsten ganz kribbelig. Ich beneide die, die beim Joggen den Kopf freibekommen und manche genießen die Stille eines Spaziergangs. So „suchen und finden“ wir alle unterschiedliche Dinge und während meine Freundin beim Puzzeln abschalten kann, funktioniert für mich persönlich (mittlerweile) die Meditation besser. Aber hey – das war auch nicht immer so!!
Bei mir im Kopf sind vor allem in den letzten Monaten relativ häufig und relativ viele „Tabs gleichzeitig geöffnet.“ Ich war offen für „Format:c“ – das war damals die Formel, um eine Festplatte wieder auf „Null“ zu setzen!! So kam für mich die Meditation ins Spiel. Sie unterstützt MICH dabei, aus der dauernden Aktivierung herauszukommen.
Meditation kann eine Möglichkeit sein, bewusster mit unserer Aufmerksamkeit und Wahrnehmung umzugehen. Dabei gibt es allerdings nicht nur die eine Meditation. Je nach Form kann die Aufmerksamkeit beispielsweise auf den Atem, den Körper, Geräusche, ein inneres Bild, Gedanken oder Gefühle gerichtet werden.
Ein ziemlich hartnäckiges Missverständnis begegnete mir auch schon: „Ich kann nicht meditieren. Ich denke viel zu viel.“ Willkommen im Club der Menschen mit funktionierendem Gehirn. 😊
Unser Kopf denkt. Auch während einer Meditation. Das Ziel muss nicht darin bestehen, sämtliche Gedanken auszuschalten und minutenlang absolute Leere im Kopf herzustellen. Stell dir vor, du richtest deine Aufmerksamkeit für einen Moment auf deinen Atem.
Einatmen.
Ausatmen.
Und plötzlich: „Ich muss morgen unbedingt noch Milch kaufen.“ Dann: „Ach ja, die Mail muss ich auch noch beantworten.“ Keine 30 Sekunden später bist du gedanklich mitten im morgigen Arbeitstag.
Ist die Meditation jetzt misslungen? Nein.
Denn ein interessanter Moment entsteht genau dann, wenn du bemerkst: „Oh – ich war gerade ganz woanders.“ Du kannst deine Aufmerksamkeit wieder zurückbringen. Irgendwann schweift sie erneut ab. Mein Tipp:
Bemerken. –> Zurückkehren. –> Weitermachen.
Vom Autopilot zur Achtsamkeit
Diese Fähigkeit fasziniert mich im heutigen Alltag – denn unglaublich viele Dinge konkurrieren permanent um unsere Aufmerksamkeit. Handy (bin ich vorne mit dabei), Emails (auf jeden Fall), Termine (sowas von) Arbeit, Familie (ach ja, da war noch was), Haustiere!!! und alle anderen Infos die mehr oder weniger gefiltert einfliegen. Wenn das unsere eigenen Gedanken nicht strapaziert, weiß ich es auch nicht.
Hast du es schon erlebt, dass dein Körper abends längst auf dem Sofa sitzt, während dein Kopf schon drei Termine weiter ist? Meditation kann einen Raum schaffen, in dem wir für einen Moment nicht noch mehr aufnehmen oder erledigen müssen – sondern einfach nur wahrnehmen dürfen.
Neeee – deshalb muss trotzdem niemand meditieren. 😊 Vielleicht ist Puzzeln dein Ding. Vielleicht auch etwas ganz anderes. Falls du feststellst, das du Meditation gerne einmal ausprobieren möchtest und dir jemand erklärt, dass du dabei „nicht nichts denken musst“…. dann passt dieser Beitrag doch prima.
Ich habe mich in den vergangenen Monaten mit Stressmanagement, Mentaltraining, Schlaf, unseren Umgang mit Belastungen beschäftigt und das Thema Meditation wurde für mich selbst ein Thema. Jetzt gehört es zu meiner Arbeit.
Ich durfte erlernen, welche Form der Meditation sich wofür eignet, wie ich die Aufmerksamkeit lenke, wie ich „hinein und wieder hinaus“ begleite und Körperwahrnehmung, Atmung oder innere Bilder sinnvoll eingesetzt werden.
Nicht jede Methode muss zu jedem Menschen passen und ich finde gerne heraus, welche zu uns passt. Wenn du es selbst mal ausprobieren möchtest statt immer nur darüber zu lesen, dann lade ich dich in die HerbstBalance Vorfreude ein. Innerhalb der Balance Akademie nehme ich Interessierte derzeit mit hinter die Kulissen meiner neuen Themenwelt und dort findest du mehr zu Stress & Resilienz, Mentaltraining, Systemischem Coaching und jetzt auch Meditation – persönlicher, ausführlicher und mit Audio-Impulsen zum Anhören und Ausprobieren. 🎧
Die HerbstBalance befindet sich gerade an einem spannenden Punkt und aus dem Entdecken wird in Kürze das Erleben von konkreten Angebote für den Herbst. 🍂
Wenn du vorher noch mit hineinschnuppern möchtest, bist du herzlich eingeladen.