Als ich im Juni 2025 auf dem Weg zum Hammer Krankenhaus war, war ich wirklich nervös. Ich habe diese Situation zuvor noch nicht erlebt und war mir auch nicht sicher, wie ich mit den Menschen, die mich erwarteten, umgehen konnte. Ich war hin und hergerissen zwischen „ich bin Expertin und hab ein interessantes Thema im Gepäck“ und gleichzeitig „ich hab so viel Mitgefühl, dass mich die Achtung vor dem, was diese Frauen erlebt haben, respektvoll nur noch Schweigen lässt.“
Was dieses Gedankenkarussell so drehen ließ?
Ich war eingeladen, einen aktuellen Impuls-Vortrag zur Darmgesundheit zu geben – in einer Frauenselbsthilfegruppe. Alle Anwesenden, die mich erwarteten, hatten eins gemeinsam: Sie waren an Krebs erkrankt.
Ein sensibles und hochemotionales Thema – das machte etwas mit mir. Zu verdanken hatte ich diesen Kontakt meiner lieben Kundin Karin K., die seit vielen Jahren mit mir gemeinsam in der Gesundheitsprävention unterwegs ist Denn ausgerechnet SIE wurde zu einem Zeitpunkt mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert, nachdem es uns gemeinsam gelungen war, dass sie über 20 kg leichter wurde. Sie durfte zu recht stolz auf ihr Bodyforming sein, mehrere Kleidergrößen weniger, neue Beweglichkeit, ihre mega Ausstrahlung und diese spürbare Energie konnten nur jeden in ihrem Umfeld begeistern und mitreißen.
Und dann hatten wir diesen Termin, der alles in Frage stellte. An dem sie mir mit unaufhaltbaren Emotionen mitteilte, dass bei einer Untersuchung Brustkrebs festgestellt wurde. Ich weiß noch, wir mir heiß und kalt gleichzeitig wurde, sich der Boden drehte und ich sie fassungslos ansah.
Nach so vielen Monaten positiver Veränderung fühlte es sich ungerecht, nicht nachvollziehbar und „falsch“ an und es gab nur eine Frage, die unausgesprochen im Raum stand: WARUM?
Danach ist viel bei ihr passiert. Krankenhaus. OP. Chemo. Das ganze Programm. Was Karin alles erlebt hat und vor allem, WIE sie damit umgegangen ist, das wird sie uns bald persönlich erzählen. Bis dahin „überspringe“ ich diesen Zeitraum – denn die Einladung zur Selbsthilfegruppe hatte einen Grund.
Karin war „danach“ in diesem Kreis unter gleichgesinnten Frauen – und wurde „anders“ wahrgenommen und erlebt. Genau diese „Andersartigkeit“ ebnete den Weg für mich in diese Selbsthilfegruppe.
Der Abend bot mir einen „echten Reality-Check“, was Frauen erleben und auch wie sie damit umgehen, wenn diese Diagnose das Leben ungefragt auf den Kopf stellt. Die Offenheit, ihre Einstellungen, ihre Fragen und auch ihr Interesse für sich selbst und ihre Zellgesundheit haben mich beeindruckt. Plötzlich werden Werte gelebt, die „vorher“ kaum eine Rolle gespielt haben.
Dort durfte ich Frauen begegnen, die offen über ihre Erfahrungen sprachen, ihre Gedanken teilten und sich mit beeindruckender Stärke gegenseitig unterstützten. Dieser Abend hat mich bewegt. Er hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Gesundheit nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn sie ins Wanken gerät. Wie wichtig Frauengesundheit ist.
Und er hat meinen Wunsch bestärkt, Frauen noch stärker in ihrer Gesundheitsprävention zu begleiten.
Wie oft stellen wir unsere eigenen Bedürfnisse zurück? Erst kommen die Kinder. Dann der Partner. Dann die Eltern, die Freunde. Der Beruf. Die Verpflichtungen drumherum. Für ALLES und JEDEN wird „jongliert“ um möglichst alles zu organisieren, die Räder im Getriebe am Laufen zu halten. Hauptsache, drumherum passt alles.
Wen wundert es da, wenn Frauen abends müde und erschöpft ins Bett fallen und für eigene MeTime wenig oder gar keine Zeit aufbringen können?
Genau HIER möchte ich sensibilisieren mit Wissen, Verständnis und einer offenen Tür für Frauen, die etwas für sich tun möchten. Deshalb freue ich mich sehr, die Einladung zur Fashion Show in Hamm anzunehmen und das Engagement von Frauen für Frauen zu unterstützen.
Ich bin gespannt auf neue Begegnungen, inspirierende Gespräche und die Möglichkeit, gemeinsam etwas Wertvolles zu bewegen. Denn manchmal entstehen die wichtigsten Projekte genau dort, wo Menschen sich begegnen.
Wenn es dich interessiert, begleite mich gerne ein Stück auf deinem Weg.